Sie sind hier

Gesundheitsförderung von arbeitslosen Menschen Jobcenter Köln initiiert einzigartiges Modellprojekt

Köln, 13. Juni 2013 Das Jobcenter Köln hat gemeinsam mit dem Verein  „Zug um Zug e.V.“ und vier Krankenkassen ein innovatives und inzwischen 

bundesweit viel beachtetes Projekt zur Gesundheitsförderung von  arbeitslosen Menschen entwickelt. Es wird vom Jobcenter Köln und den 

beteiligten Krankenkassen gemeinsam gefördert. „Studien belegen, dass Arbeitslose häufiger krank sind als Menschen, die  einen Job haben“, sagte Olaf Wagner, Mitglied der Geschäftsführung im  Jobcenter, „dabei können Krankheiten sowohl Folge, als auch Ursache von  Arbeitslosigkeit sein.“ Fakt sei: Je länger die Arbeitslosigkeit andauere, desto  belastender werde die Situation von den Betroffenen empfunden. Verschärft  werde das Problem dadurch, dass sie von den gängigen  Präventionsmaßnahmen der Krankenkassen bislang in vielen Fällen kaum  erreicht werden.

 

Um das zu ändern, bietet das Jobcenter Köln seinen Kunden/innen seit  Herbst 2012 ein ganz besonderes Projekt an: eine Kombination aus  Beratung und Präventionskursen. „Beispielsweise Rückenschule, Nordic  Walking und Progressive Muskelentspannung“, erklärte Dr. Martin Schmitz, 

Geschäftsführender Vorstand von „Zug um Zug e.V.“ Die Kurse werden von  zertifizierten Trainern durchgeführt und sind auf den konkreten Bedarf  arbeitsloser Menschen ausgerichtet, der in den Beratungsgesprächen  erfasst wird. „Dadurch gelingt es uns, die Menschen besser zu erreichen und  sie bei ihren gesundheitlichen Problemen gezielter zu unterstützen.“

 

Für Olaf Wagner eröffnet das Modellprojekt den Jobcenter-Kunden/innen  neue Chancen: „Viele haben mit so genannten Vermittlungshemmnissen zu 

kämpfen, bei denen die Gesundheit oft eine zentrale Rolle spielt.“ Wagner  sieht in der engen Verzahnung von Leistungen der gesetzlichen  Krankenversicherung (GKV) und den Projektangeboten des Jobcenters weitere Vorteile. „Unsere Kunden/innen müssen sich wegen der Abrechnung 

nicht an ihre Krankenkasse wenden. Das regelt unser Kooperationspartner  „Zug um Zug e.V.“ für sie.“ 

 

Die Kosten für die Beratung trägt das Jobcenter, für die Präventionskurse  kommen die beteiligten Krankenkassen auf. Eine Reihe von Krankenkassen  unterstützt das Modellprojekt bereits. So wurde mit der AOK Rheinland/ Hamburg, Barmer GEK, dem BKK-Landesverband NORDWEST und der IKK 

classic eine Rahmenvereinbarung geschlossen. Das Projekt ist auch für  weitere Krankenkassen offen. 

„Von einer aktiven Gesundheitsförderung – gerade auch von arbeitslosen Menschen – können alle Krankenkassen nur profitieren“, bestätigte Yvonne  Gören von der AOK Rheinland/Hamburg. „Es ist einfacher und günstiger  über Präventionsprojekte Gesundheit zu erhalten als später Gesundheit  wieder herzustellen.“ 

Die Kooperationspartner sind mit den ersten Ergebnissen aus dem Projekt  sehr zufrieden. Dazu Dr. Schmitz: „Bislang haben 113 JobcenterKunden/innen an den Kursen teilgenommen. Das Feedback der  Teilnehmer/innen aus einer Befragung fiel zu 99 Prozent außerordentlich  positiv aus.“ 

Theme by Danetsoft and Danang Probo Sayekti inspired by Maksimer